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Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze

Neuere und neueste Geschichte
Mitglied des Instituts für Geschichte
Sprechstunden: Ab WS Di 14.30-15.15, vorlesungsfreie Zeit nach Vereinb. per Mail
Raum: 20.12, 003.3
Tel.: +49 721 608 45499
Fax: +49 721 608 43084
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Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze

Prof. Kunze ist seit dem 28.6.2016 wieder Mitglied des Instituts für Geschichte: http://www.geschichte.kit.edu/kunze.php  Abgabe aller schriftlichen Arbeiten bitte im Sekretariat des Instituts für Geschichte, Douglasstr. 23. Post: KIT, Institut für Geschichte, Kaiserstr. 12, 76131 Karlsruhe.

 

Lehre

 

Forschung

Abgeschlossene DFG-Projekte: http://gepris.dfg.de/gepris/person/1699835

  • Protestantismusgeschichte
  • Wissenschaftsgeschichte
  • Nationalismusgeschichte
  • Geschichte der NS-Gesellschaft
  • Kulturgeschichte der material culture
  • Geschichte der Niederlande
  • Global history

 

Veröffentlichungen

1. Theodor Heckel, 1894–1967. Eine Biographie, W. Kohlhammer: Konfession und Gesellschaft, Bd. 13, Stuttgart u.a. 1997 (zugl. Diss. phil., Würzburg 1995), 239 S.

2. 75 Jahre Studienstiftung des deutschen Volkes: ein Sonderweg der deutschen ,Hochbegabten’-Förderung, Bonn 2000 (Schriftenreihe der Studienstiftung des deutschen Volkes), 104 S. [Download als E-Book: http://www.studienstiftung.de/pool/files/Kunze_-_75_Jahre_Studienstiftung.pdf]

3. Die Studienstiftung des deutschen Volkes seit 1925. Zur Geschichte der Hochbegabtenförderung in Deutschland, (Habil.-Schr., Mainz 1998), Akademie-Verlag: Berlin 2001 (Edition Bildung und Wissenschaft, Bd. 8), 418 S.

4. Ernst Rabel und das Kaiser-Wilhelm-Institut für internationales und ausländisches Privatrecht, 1926 bis 1945, Wallstein Verlag: Göttingen 2004 (Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus, Bd. 8), 238 S.

5. Nation und Nationalismus, Wissenschaftliche Buchgesellschaft: Darmstadt, 2005 (Kontroversen um die Geschichte), 124 S.

6. Kursbuch Neueste und Technikgeschichte. Studienorganisation und Hilfsmittel, Universitätsverlag Karlsruhe: Karlsruhe 2008 (Technikdiskurse. Karlsruher Studien zur Technikgeschichte, Bd. 2), 230 S. [Download als E-Book: http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/1000009252]

7. Mit Rolf-Jürgen Gleitsmann und Günther Oetzel, Technikgeschichte, UVK/UTB: Konstanz 2009, 327 S.

8. Symbiosen, Rituale, Routinen: Technik als Identitätsbestandteil. Essays zur Technikakzeptanz der 1920er bis 1960er Jahre, KIT Scientific Publishing: Karlsruhe 2010 (Technikdiskurse. Karlsruher Studien zur Technikgeschichte, Bd. 3), 276 S. [Download als E-Book: http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/1000016549]

9. Spurweiten. Technik, Geschichte, Identität u.a. in H0, Normalspur und 1000 mm, KIT Scientific Publishing, Karlsruhe 2011 (Technikdiskurse. Karlsruher Studien zur Technikgeschichte, Bd. 4), 258 S. [Download als E-Book: http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/1000021812]

10. Mit der Technik auf du. Technik als soziale Konstruktion und kulturelle Repräsentation, 1930–1970, KIT Scientific Publishing, Karlsruhe 2012 (Technikdiskurse. Karlsruher Studien zur Technikgeschichte, Bd. 9), 251 S. [Download als E-Book http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/1000025222]

11. Langeoog. Eine historische Erzählung, 1930–1980, KIT Scientific Publishing, Karlsruhe 2013 (Technikdiskurse. Karlsruher Studien zur Technikgeschichte, Bd. 10), 162 S. [Download als E-Book: http://www.ksp.kit.edu/shop/isbn2shopid.php?isbn=978-3-86644-945-9]

12. Meine Materialproben. Beiträge zur historischen Erzählung sozialer und soziotechnischer Konstruktionen im 20. Jahrhundert, KIT Scientific Publishing, Karlsruhe 2013 (Technikdiskurse. Karlsruher Studien zur Technikgeschichte, Bd. 11), 319 S. [Download als E-Book: http://www.ksp.kit.edu/shop/isbn2shopid.php?isbn=978-3-86644-949-7]

13. Close Readings. Kulturgeschichtliche Interpretationen zu Bildern der wissenschaftlich-technischen Zivilisation im 20. Jahrhundert, KIT Scientific Publishing, Karlsruhe 2014 (Karlsruher Studien Technik und Kultur, Bd. 7), 416 S. [Download als E-Book: http://www.ksp.kit.edu/9783731502166]

14. Das halbe Jahrhundert meiner Eltern, KIT Scientific Publishing, Karlsuhe 2015 (EUKLID Studien, Bd. 8), 218 S. [Download als E-Book: http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/1000046370]

15. „Möge Gott unserer Kirche helfen!“ Theologiepolitik, ,Kirchenkampf’ und Auseinandersetzung mit dem NS-Regime: Die Evang. Landeskirche Badens, 1933–45, W. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 2015 (Veröffentlichungen zur badischen Kirchen- und Religionsgeschichte, Bd. 6), 514 S.

 

  • Historischer Roman:

Cambdon, Maine. Roman, minifanal, Bonn 2016, 310 S., http://minifanal.de/rolf-ulrich-kunze-cambdon-maine/

 

Forschungsprojekte

Jede Biographie ist einmalig. Mikrohistorische Langzeitinitiative zu familiengeschichtlichen Dokumenten

„Wir sollten den Alten nicht den Mund zuhalten, wenn sie uns etwas erzählen wollen, und wir dürfen ihre Tagebücher nicht in den Sperrmüll geben, denn sie sind an uns gerichtet – die Erfahrung ganzer Generationen zu vernichten, diese Verschwendung können wir uns nicht leisten. Wir müssen uns bücken und aufheben, was nicht vergessen werden darf: Es ist unsere Geschichte, die da verhandelt wird.“

Walter Kempowski, Einleitung, in ders., Das Echolot. Ein kollektives Tagebuch, Januar und Februar 1943, Bd. 1, München 1993, S. 7.

Weitere Informationen: Gemeindebrief Christuskirche Karlsruhe Nr. 99 März–Mai 2015, Karlsruhe 2015, S. 33 f.

Am Pfarramt der Ev. Christuskirchengemeinde Karlsruhe werden in Abstimmung mit den Pfarrerinnen Gabriele Hug und Susanne Labsch unter Leitung des Historikers Rolf-Ulrich Kunze (KIT) familiengeschichtliche Dokumente gerettet: Briefe, Tagebücher und Fotoalben als Quellen einmaliger biographischer Erfahrung. Immer wieder kann man beobachten, dass gerade solche unwiederbringlichen Materialien in den Familien nicht aufbewahrt, sondern nach dem Tod eines Familienmitglieds einfach weggeworfen werden. Das ist ein Verlust von Erinnerung, dem wir etwas entgegensetzen wollen: Jede Biographie ist einmalig. Jeder Lebenslauf hat uns etwas zu sagen und ist erinnerungswürdig. Geschichte ist ein Plural.

Vorbild für die Erhaltung familiengeschichtlicher Quellen ist der bekannte Schriftsteller Walter Kempowski (1929–2007), Autor des verfilmten, sehr erfolgreichen Familienromans ,Tadellöser & Wolff’. Seit der Arbeit an seiner ,Deutschen Chronik’ 1973 hat er ein Archiv für familiengeschichtliche Überlieferung aufgebaut, mittlerweile das größte seiner Art im deutschen Sprachraum, das seit 2005 Teil der Walter-Kempowski-Stiftung in Nartum/Niedersachsen ist.

Ziel des Projekts ist die Vermittlung an passende Archive sowie die Veröffentlichung biographischer Studien.

 

Einführung in die Global History. Lehrbuch für W. Kohlhammer

Aufbau: (1) Was ist und wie studiert man Global History? (2) Ausgewählte Positionen und Themenfelder der Global History im Überblick (3) Ausgewählte Debatten und Problemfelder der Global History der letzten zwanzig Jahre (u. a. Faktoralität als methodisches Problem; postnationale Geschichte; Global- und Regionalgeschichte, Post-Eurozentrismus vs. neue Europazentrierung; Globalgeschichte als Geschichte der Globalisierung und als Geschichte nach dem Zeitalter der politisch-industriellen Doppelrevolution). Literaturverzeichnis. Sachregister. Mit dem Projekt der bei Harvard University Press und C. H. Beck erscheinenden, von Akira Iriye und Jürgen Osterhammel herausgegebenen Geschichte der Welt ist die Global History nun auch auf dem deutschsprachigen Publikumsmarkt und für Geschichtsstudierende präsent. Den globalgeschichtlichen Ansatz prägt das Bemühen um die Benennung von verallgemeinerungsfähigen Faktoren globalgeschichtlicher Prozesse. Es geht dabei mit Blick auf das 19. und 20. Jahrhundert u. a. um die brennend bis bedrückend aktuellen Themen moderne und postmoderne Staatlichkeit, Imperien und Globalität, Migration und Identität, globale Wirtschaft, Transnationalität und Kulturtransfer. Für die Zeit seit 1950 stehen u. a. die Beschleunigung, Komplexitäts- und Interdependenzsteigerung des politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturell-medialen Prozesses mit ihren Wirkungen auf den Ost-West-Systemgegensatz, die asymmetrische Modernisierung sowie die Dekolonisierungs- und der Nord-Süd-Problematik im Vordergrund; seit dem Club-of-Rome-Bericht von 1972 über die Grenzen des Wachstums und die Endlichkeit fossiler Ressourcen schließlich der paradox scheinende, nahezu parallele Akzeptanzverlust und die Renaissance nationaler politischer Steuerung und Interventionsstaatlichkeit im Zeichen von Globalisierungskrisen.

 

CV

2011 Prof. neuere und neueste Geschichte
2010 Lehrpreis der KIT-Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften
2007-2016 Institut für Philosophie, Universität Karlsruhe (TH), dann KIT, Studiengang EUKLID: Aufbau und Koordination des historischen Lehrangebots
2002–2006 Geschäftsführer der Forschungsstelle Widerstand, Institut für Geschichte, Universität Karlsruhe (TH)
2001/2002 Heisenberg-Stipendiat der DFG
2001 Vertretung des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte am Institut für Geschichte der Universität Karlsruhe (TH)
2000/2001 Wiss. Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte Frankfurt am Main
1999 Habilitation für Neuere und neueste Geschichte, Priv.-Doz., Mainz, Habil.-Schrift zur Wissenschaftsgeschichte bei Prof. Dr. Wolfgang Altgeld
1998 Referent im Planungsstab des Bundespräsidenten im Bundespräsidialamt
1996–2000 Wiss. Mitarbeiter am FB 16: Geschichtswissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
1996 Dr. phil., Würzburg, Dissertation zur evang. kirchlichen Zeitgeschichte
1994–1998 Lehrbeauftragter am Institut für Geschichte der Universität Würzburg
1994 M.A., Würzburg: Geschichte/Germanistik/Politikwissenschaft
1989–1994 Studium der Rechtswissenschaft, Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes (Studium und Promotion)  
1988 Abitur am Käthe-Kollwitz-Gymnasium Osnabrück

12.11.1968

Geboren in Osnabrück